EU-Fördermittel

Von der EU werden jedes Jahr Projektmittel für Euro-Betriebsräte zur Verfügung gestellt. Wir helfen beim Antragsverfahren.

Alljährlich steht ein Gesamtvolumen von ca. 7,7 Millionen Euro bereit. Die betreffende Haushaltslinie des Europäischen Parlaments unter der Kennziffer 04.03.03.03 wurde bereits 1992 eingerichtet, um Begegnungen von Arbeitnehmervertretern auf europäischer Ebene zu fördern. In den vergangenen Jahren hat sich ihr Schwerpunkt verändert: Neben Euro-Betriebsräten zählen jetzt Arbeitnehmervertreter in Europäischen Aktiengesellschaft ebenfalls zur Zielgruppe. Auch die Europäischen Gewerkschaftsverbände sind antragsberechtigt und nutzen das Budget für sektorbezogene Aktivitäten. Entsprechend groß ist die Konkurrenz im Bewilligungsverfahren: Nur jeder zweite Antrag findet die Anerkennung durch die EU.

Beispiel Continental: Die Transformation des deutschen Reifenherstellers zu einem führenden Technologiekonzern in der Automobilproduktion kostete viele Arbeitsplätze. Nach Werksschließungen in Österreich und in Irland entstand die Idee zu einem europäischen Projekt. Den Europäischen Betriebsrat berieten wir bei der Akquise der EU-Fördermittel und der Durchführung einer Serie von Veranstaltungen und Seminaren. Im Mittelpunkt stand die Suche nach einer gemeinsamen Strategie gegen Standortkonkurrenz und soziales Dumping.

Gefördert werden grundsätzlich nur solche Projekte, die eine erkennbare europäische Dimension aufweisen. Eine Refinanzierung regulärer Aufgaben (z.B. Jahressitzung eines EBR mit dem Arbeitgeber) durch die EU ist nicht möglich. Erfolg versprechen vor allem solche Initiativen, in denen sich Projektpartner aus mehreren Ländern unter der Führung des Antragstellers versammeln und ihre Beteiligung durch einen „Letter of Commitment“ bestätigen. Neben Ausbildungsseminaren und Datenbanken genießen auch solche Maßnahmen Priorität, welche die Einführung einer sozial verantwortlichen Unternehmenspolitik ("Sozial-Charta") zum Ziel haben oder zur Gleichstellung der Geschlechter in der Interessenvertretung beitragen.

Projekte, die von Arbeitnehmervertretern und Unternehmensleitungen gemeinsam entwickelt werden, besitzen besonders gute Chancen auf Anerkennung.

Alle Vorhaben können mit maximal 80% der Gesamtkosten durch die EU gefördert werden. Ein entsprechender Eigenanteil ist von den Antragstellern aufzubringen und nachzuweisen.

Nach der jährlichen Ausschreibung im Februar können Anträge jeweils im April und September bei der EU-Kommission eingereicht werden.

Bei der Verteilung der Mittel auf die einzelnen EU-Länder zahlt sich gute Lobbyarbeit aus. Während z.B. aus den skandinavischen Ländern kaum Mittel abgerufen werden, nimmt Italien einen Spitzenplatz ein. Deutschland rangiert lediglich im Mittelfeld, obwohl hier siebenmal mehr EBR-fähige Unternehmen registriert sind als etwa in Italien. Entsprechend groß ist die Kritik an der fehlenden Transparenz der Vergabepraxis seitens der Kommission.

Das größte Handicap bei der Vorbereitung eines Antrags bilden die hohen bürokratischen Anforderungen: Um die 20 verschiedene Dokumente, Formblätter und Datensätze müssen der Kommission vorgelegt werden. Die von Jahr zu Jahr wachsende Komplexität hat dazu geführt, dass Anträge mehrheitlich aus solchen Konzernen eingereicht werden, die auf Grund ihrer Größe über ausreichende personellen Ressourcen zur Antraggestaltung verfügen. Arbeitnehmer aus kleineren Unternehmen scheitern dagegen meist an den von der EU-Kommission aufgestellten Hürden.

Trotz aller Schwierigkeiten lohnt sich der Weg nach Brüssel. Aufgrund unser Erfahrung mit Anträgen für Unternehmen wie Continental, TUI oder Triumph International wissen wir, welche Klippen zu umschiffen sind. Gerne unterstützen wir auch Ihren EBR.

Unser Service-Angebot:

  • Informationen über das Ausschreibungsverfahren
  • Unterstützung bei der Entwicklung förderfähiger Projektideen
  • Hilfe bei der Suche nach Projektpartnern im In- und Ausland
  • Gestaltung des Antrages einschließlich des Finanzplanes
  • Vorgespräche und Lobby in Brüssel
  • Projektmanagement
  • Mitarbeit bei der inhaltlichen Durchführung der Maßnahme
  • Projektbericht

Kurzgutachten

Ist Ihre EBR-Vereinbarung noch zeitgemäß? Wir analysieren die Stärken und Schwächen. Ein kostenloses Angebot für bestehende Euro-Betriebsräte.

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